Verarscht. Aber wer wen?
“Opel” ist für mich das Unwort des Jahres. Wie nervig waren doch die ständigen Meldungen über den Wasserstand der Krise beim Autobauer, wo doch jeder wusste, dass ihnen das Nass schon weit über die Halskrause ragte. Man hatte teilweise das Gefühl, das ganze Wohl der Deutschen Wirtschaft hängt am Schicksal von Opel.
Doch dann verkündete Frau Merkel kurz vor der Wahl stolz »Opel ist gerettet«. Super-Angie und ihr (schon wieder Ex-)Wirtschaftsminister Herr Theo Von und Zu sonnten sich im vermeintlichen Erfolg des Verkaufs von Opel an Magna. Ungeachtet der Bedenken der EU, ungeachtet vieler fundierter Zweifel, dass die Lösung Magna tatsächlich gleichbedeutend mit einer Rettung sei.
Aber vor der Wahl interessiert das nicht. Jetzt ist nach der Wahl und GM vollzieht mal eben einen U-Turn. Verarscht, verarscht – das möchte man Merkel & Co. zurufen wollen. Oder auch nicht. Denn eigentlich haben sie ja die gutmütigen Schäfchen im Wahlvolk verarscht und sich einen Erfolg an die Schwarze Brust geheftet, der wie so vieles in der heutigen Zeit eine Blase mit heißer Luft war.
Und mal schauen, was nach dem Platzen der Blase mit den 1,5 Milliarden Euro Überbrückungskredit wird, den Opel vom Staat erhalten hat. Da GM Opel nun behält, müsste der Kredit eigentlich zurückgezahlt werden. Eigentlich …


